Du reißt di z’samm‘

Februar 19, 2016

Du reißt di z’samm‘
Wannst daham
Jeden Tag in da Fruah
Und a wannst no so am Ende bist, eisern und stua
Aus’m Bett kreuzt
A wann da langsam vor dir selber graust
Wannst da im Bad so in die Aug’n schaust
Und Di bald nimmer auf die Straß’n traust
Du reißt di z’samm jedes Mal
Wann da schwindlich wird
A wann da Schweiß immer öfter am Buckl friert
du spielst‘ Di drüber
Weil Du um jed’n Preis nach oben willst
Obwohl du kraftlos und erledigt bist
Und für immer wieder die Tablett’n frißt
Du übertauchst a jede Müdigkeit
Und halts di grad, net nur aus Eitelkeit
Du mußt es bringen
A wennst di vor die best’n Freund‘ verstellst
Und in dei totes G’sicht a Lachen quälst
Damitst no immer zu die guat’n zählst
Doch es geht weiter, weiter, immer weiter
Wenn man nachlasst hat man leider
Überhaupt ka Chance zum Überleb’n
Wer net wach is‘
Wer zu schwach is‘
Scheitert, weil das Ziel so hoch is‘
Es geht weiter bis ma nimmer kann
Und was kommt dann?

 A wann zu Dir einer sagt:
Hörst Alter du schaust aus
Gehst einfach weiter
Weil’s ja keiner wirklich ehrlich meint
Und net einer si die Aug’n ausweint
Wanns Di irgend einmal zuwelahnt
Und dann liegst wach in deinem Bett
Fast a jede Nacht
Weil dei Herz wieder sticht
Oft scho hast da dacht
Es ist vorüber
Und es liegt auf deiner Brust a Sta
Den da kana obe neman kann
Und auf amol fangst zum Bet’n an
Doch es geht weiter, weiter, immer weiter
Wenn man nachlasst hat man leider
Überhaupt ka Chance zum Überleb’n
Wer net wach is‘
Wer zu schwach is‘
Scheitert, weil das Ziel so hoch is‘
Es geht weiter bis ma nimmer kann
Und was kommt dann?
Und was kommt dann?
Und was kommt dann?
Und was kommt dann?
Und was kommt dann?
Und was kommt dann?

(Rainhard Fendrich)

Kategorien
ohne